Ernährungsberater warnen vor gekauften Gemüsesäften

Fertigen Gemüsesaft trinken statt Gemüse essen? Klingt zu gut um wahr zu sein – ist es auch! Ernährungsberater und Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich warnen vor Gemüsesäften aus dem Tetrapack. Diese stellen leider gewaltige Zucker- und Slazbomben dar. Sie sind sich einig, dass diese Säfte den täglich empfohlenen Konsum an Gemüse nicht ersetzen können. Einzig frisch gepresste Säfte stellen eine gleichwertige Option dar.

Ein Glas Gemüsesaft trinken statt Gemüse zu essen? Klingt gut, ist aber leider mit dem Zusatz von Zucker sowie Salz im Saft verbunden. Über den hohen Zuckergehalt in industriell produzierten Fruchtsäften wurde bereits viel berichtet. Ernährungsberater sowie Konsumentenschützer haben nun auch Gemüsesäfte getestet und sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen.

Ernährungsberater und Konsumentenschützer testen gängige Gemüsesäfte

Getestet wurden Sauerkraut-, Tomaten-, Karotten- und Rote-Rübensäfte. Darunter waren günstige sowie teure Säfte, sogar Direktsäfte aus biologischen Anbau. Die Ergebnisse stellten fest, dass durch den Herstellungsprozess eine große Menge an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien verloren geht. Zucker und Salz wird dagegen hinzugesetzt. Oft befindet sich in einem Glas Gemüsesaft ein Drittel bis zu einem Viertel der empfohlenen Tagesmenge an Salz. Karotten und Rübensäfte enthalten in einem Glas circa die Hälfte der empfohlenen Tagesmenge an Zucker.

Ernährungsberater empfehlen: Gemüsesäfte selbst herstellen

Wer sein Gemüse lieber trinkt als isst, sollte Gemüsesäfte am besten selbst herstellen. Frisches Gemüse kann entweder entsaftet oder in einem Mixer zum Smoothie verarbeitet werden. Auf diese Art und Weise bleiben Nährstoffe enthalten. Dank dem steigenden Trend nach bewusster, gesunder Ernährung bieten viele Supermärkte auch frische Gemüse-Smoothies im Kühlregal an. Wer sich jedoch ab und zu fertige Gemüsesäfte aus dem Tetrapack gönnen möchte, sollte die Nährwerte genauer unter die Lupe nehmen und die gesündeste Variante wählen.

Zusammenfassend: Trends in der Ernährungsberatung zeigen, dass viele Menschen die täglich empfohlene Tageszufuhr an Obst und Gemüse lieber als Saft als in Form von fester Nahrung konsumieren. Der Hype um Gemüse- und Fruchtsäfte wurde durch die 2010 veröffentliche

Dokumentation „Fat, Sick and Nearly Dead“ immer größer. Wichtig dabei ist es frische, selbstgepresste Säfte zu sich zu nehmen um nicht übermäßig Salz und Zucker zu konsumieren.

Mehr zum Thema Obst und Gemüseverzehr finden Sie auf der Website der World Health Organization: http://www.who.int/dietphysicalactivity/fruit/en/index2.html.

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http://www.kleinezeitung.at/oesterreich/5395412/Konsumentenschuetzer-warnen_Gekaufte-Gemuesesaefte-sind-Zucker